Autorenbrunch mit Thomas Jeier (Christopher Ross)

Autorenbrunch mit Thomas Jeier (Christopher Ross)

Januar 12, 2020 0 Von DorokatH

Ich freue mich auch heute wieder über einen Gast zum Autorenbrunch. Der Autor Thomas Jeier hat sein Herz vor langer Zeit an die USA, insbesondere an die Wildnis Alaskas verschenkt, wo auch viele seiner zahlreichen Romane spielen, die er unter dem Pseudonym Christopher Ross veröffentlicht hat. Heute stellt er sich meinen neugierigen Brunch-Fragen. 

Schnellfragerunde:

Schneechaos oder Hitzewelle?

Schneechaos.

Helikopter-Rundflug oder Bahnreise?

Bahnreise

Sekt oder Selters?

Coke Light oder Zero, aber auch Selters

Meer oder Berge?

Meer

Theater oder Kino?

Kino

1. Dich zieht es (vor allem unter deinem Pseudonym Christopher Ross) literarisch, aber auch privat immer wieder in die USA und nach Kanada. Was macht für dich die Faszination von Nordamerika aus und findest du, dass sich die USA in der Ära Trump verändert haben?

Vor allem die spektakulären Landschaften und die abenteuerliche Pioniergeschichte haben mich schon als Jugendlichen fasziniert. Seit meinem 21. Lebensjahr war ich jedes Jahr mehrmals oder entsprechend lange in den USA, immer auch auf der Suche nach spannenden und gefühlvollen Geschichten. Für Reisebücher und Berichte in Zeitschriften war und bin ich mit dem Fotografen Christian Heeb unterwegs. Seit Trump das Land regiert, ist Amerika zweigeteilt, in gemäßigte Demokraten und religiöse und profitsüchtige Eiferer. Ein weltweites Phänomen, nur in den USA besonders ausgeprägt.

2. Offenbar hat es dir besonders Alaska angetan. Hast du eine besondere persönliche Beziehung zu diesem Staat?

Ich war schon viele Male in Alaska, habe dort wochenlang bei den Inuit gelebt, war mit Mushern und ihren Hundeschlitten unterwegs und habe das Land im Sommer und ihm eisigen Winter genossen. Ich war immer vom Hohen Norden angetan. Alaska ist eines der wenigen Länder, das noch wirkliche Wildnis zu bieten hat.

3. Du hast auch einige Reisebücher verfasst, unter anderem ist mir eines über die Route 66 aufgefallen. Was hat diese Straße deiner Meinung nach zu einem solchen Mythos gemacht?

Vor allem die Weltwirtschaftskrise, die 1929 begann und geplagte und verarmte Farmer und ihre Familien über die Route 66 ins angebliche gelobte Land nach Kalifornien trieb. Und dass die Straße ins „wahre Amerika“ abseits der Metropolen führte.

4. Auch Kinderbücher hast du verfasst, über Bogey den Hundedetektiv. Gibt es ein Real-Life-Vorbild für Bogey (mal vom Namensgeber abgesehen)?

Nein, wir hatten nie einen Hund, meine Söhne waren allergisch gegen Tiere und wir sind zu oft unterwegs.

5. Du hast diverse Dokumentarfilme für das Bayrische Fernsehen gedreht. Was war für dich das Spannendste an dieser Arbeit?

Es waren nicht so viele Filme. Teamarbeit war – ehrlich gesagt – nie so mein Ding. Ich bin eher ein Einzelkämpfer. Faszinierend waren vor allem die Begegnung mit vielen interessanten Menschen.

6. Schreibe eine Geschichte in nur sechs Wörtern.

Stell dir vor, es ist Liebe.

7. Welchen Klappentext hätte bei dir ein Buch mit dem Titel “Herz des Mittelalters“?
(Danke an den Buchtitelgenerator für diesen Titel)

Bescheuerter Titel. Kein Klappentext, sondern ein Untertitel: „Ein Burgfräulein sehnt sich nach wahrer Liebe.“

8. Nenne einen Punkt von deiner “Bucket List”, den du noch nicht abhaken konntest.

Champions League mit Eintracht Frankfurt. Kommt noch. Irgendwann.

9. An welchen fiktiven Ort würdest du gern reisen und welchen Gegenstand oder welche Person nimmst du von zuhause mit?

Ich will an keinen fiktiven Ort. Na, vielleicht ins Mumintal. Da würde ich mein Snorkfräulein mitnehmen.

10. Woran arbeitest du gerade und worauf dürfen sich deine Fans und solche, die es werden wollen, in nächster Zeit von dir freuen?

Gerade erschienen: „Sterne über Alaska“ – über eine junge Frau, die sich in der wilden Natur des amerikanischen Nordens beweisen muss.